Codex-Eintrag
Spielmann
Spielmänner sind, im Gegensatz zu Schattenläufern oder Kriegern, deren Anwesenheit oft Ärger verheißt, fast überall gern gesehen. Ihre Lieder erklingen in Tavernen ebenso wie an den Höfen großer Fürstenhäuser. Für einen…
Spielmänner sind, im Gegensatz zu Schattenläufern oder Kriegern, deren Anwesenheit oft Ärger verheißt, fast überall gern gesehen. Ihre Lieder erklingen in Tavernen ebenso wie an den Höfen großer Fürstenhäuser. Für einen Humpen Bier und ein Stück Brot kehren sie überall ein, ziehen ihre Zuhörer in den Bann der Musik und erzählen von Helden und großen Taten.
Ist die Darbietung beendet, sind einige Silbermünzen verdient und der letzte Humpen geleert, ziehen sie weiter, bis sie erneut einen Ort finden, an dem sie ihre Lieder vortragen können.
Für sie zählen die Geschichten, die durch Lied und Musik erzählt werden. Dabei ist es gleich, ob sie bei einem Festmahl eines reichen Adligen oder in einem heruntergekommenen Wirtshaus singen.
Neben den wandernden Künstlern gibt es auch verwegenere Spielmänner, die die Gefahren des Abenteurerlebens nicht scheuen. Sie schließen sich gern mutigen Gesellschaften an, erfreuen ihre Gefährten mit Musik und verfassen nach gefahrvollen Fahrten Hymnen und Balladen über deren Taten.
Spielmänner, auch Barden genannt, sind meist nur mäßige Kämpfer und auf den Schutz ihrer Gefährten angewiesen. Sie tragen eher leichte Rüstung und wirken auf den ersten Blick weniger wehrhaft als Krieger oder Lichtritter.
Ihre eigentliche Macht liegt im Instrument und in der Musik. Melodien können geheimnisvolle Kräfte entfesseln, und besonders zu Sonnenwenden oder Tagundnachtgleichen gelten Barden als empfänglich für den Zauber der Musik.
Manche suchen Inspiration durch Kräuter oder an heiligen Orten, andere sammeln altes magisches und nichtmagisches Liedgut. Wenn sie eine magische Weise singen, kann die darin gebundene Kraft ihre Wirkung entfalten.
Barden sind stets auf der Suche nach überlieferten Liedern und Geschichten. Werden sie selbst in große Ereignisse verwickelt, schreiben sie neue Lieder, die bald in Tavernen und Wirtshäusern weitergetragen werden.
Welche Gottheit ein Spielmann verehren darf, richtet sich nach der kanonischen Kombination aus Gattung und Klasse.